Donnerstag, 30. November 2017
Aus drei mach eins: EUD/JEF-Verbandswochenende in Berlin
Ein volles Programm erwartete die Aktiven von EUD und JEF am 25. und 26. November in Berlin. Neben dem gemeinsamen Bundesausschuss und dem Kick-off-Treffen der neuen EUD2020 Gruppe fand auch die EUD/JEF-Akademie statt. Neben der politischen Beschlussfassung ging es um die Themen Verbandsarbeit, Europawahl und die Sichtbarkeit von EUD und JEF im Internet, in der Presse und vor Ort. Besonderer Gast war Florent Banfi, Präsident der UEF Frankreich.

Brainstorming beim World-Café der EUD/JEF-Akademie. Foto: EUD

Im Zentrum des Bundesausschusses standen die Forderungen von EUD und JEF an künftige Bundesregierung. Bevor engagiert über die letztendlich einstimmig beschlossene Resolution beraten wurde, hatte Frankreichs UEF-Präsident Florent Banfi den Delegierten einen Überblick über Macrons Pläne für die EU gegeben. In seinem Impuls ging er auch darauf ein, welche Erwartungen in Frankreich zur Wiederbelebung des deutsch-französischen „Motors“ gehegt werden.

Noch 75 Wochen bis zur Wahl: Die AG Europawahl-Kampagne sammelte bei seinem Auftakttreffen bereits erste Ideen für gemeinsame Aktionen und Initiativen. Bis 2019 ist andererseits noch genügend Zeit, um das Europawahlgesetz zu europäisieren. Das fordert der gemeinsame Bundesausschuss von Europa-Union und JEF nun von Bundesregierung und Bundestag: „Das Europawahlgesetz soll dahingehend geändert werden, dass auf dem Stimmzettel zur Europawahl nicht nur die deutsche Partei, sondern auch die jeweilige europäische Partei genannt wird.[...]“ (Beschluss)

Turnusgemäß wurde nach den Präsidiumswahlen vom Mai auch der Vorsitz des Bundesausschusses neu besetzt. Der bisherige Vorsitzende, Franz Josef Klein, wurde im Amt bestätigt. Als Stellvertreterin kandidierte erneut erfolgreich die sächsische Landesvorsitzende Katharina Wolf.

Einen förmlichen Foto-Termin gab es auch: Mit ihrer Unterschrift setzten EUD-Präsident Rainer Wieland MdEP und der JEF-Bundesvorsitzende Manuel Gath das neue Kooperationsabkommen zwischen Europa-Union und JEF Deutschland in Kraft.



Projektgruppen und Workshops

Das Verbandstreffen in der Jugendherberge am Ostkreuz bot auch Gelegenheit, sich in kleineren Runden zusammenzusetzen und zu zahlreichen Themen auszutauschen. „Gut moderiert ist halb gewonnen“ – Diese Erfahrung machten die Teilnehmer der Projektgruppe EUD2020. Unter der professionellen Gesprächsführung von Katrin Erbacher arbeiteten Vorstandsmitglieder aus den 16 Landesverbänden die Themenfelder heraus, die von zentraler Bedeutung sind, um die EUD zukunftsfähig zu machen. In einem zweijährigen Strategieprozess soll nun hierzu ein intensiver Erfahrungsaustausch geführt und gemeinsam Vorschläge und Modelle entwickelt werden, um die Vereinstätigkeit aller Verbandsebenen professioneller zu machen. Die AG Verbandsentwicklung begleitet und koordiniert die Arbeit der Gruppe.

Der Umgang mit Fake-News und praktische Tipps zu visueller Kommunikation prägten die Schulungen der EUD/JEF-Akademie am Samstagnachmittag. Durch versetzte Termine und geteilte Gruppen war es allen möglich, beide Workshops zu besuchen. Trainerin Wiebke Koch demonstrierte zum Erstaunen vieler Teilnehmenden, die sich selbst als „künstlerisch unbegabt“ einschätzten, dass es mit etwas Übung nicht so schwer ist, Konferenzergebnisse oder andere Inhalte ansprechend mit Stift und Papier zu visualisieren. Das Institut für europäische Politik stellte sein Projekt „TruLies – The Truth about Lies on Europe“ vor.  Die Teilnehmenden diskutierten mit den Referenten Julia Klein und Julian Plottka über Populismus und die Macht der Sprache und erarbeiteten anhand der TruLies-Factsheets konkrete Argumentationsbeispiele für Bürgergespräche und Diskussionen in den sozialen Medien, in denen falsche Behauptungen von Europaskeptikern entkräftet werden müssen. 

Das World-Café am Sonntagmorgen trug den Titel „An uns kommt keiner vorbei – Wo müssen Menschen über uns stolpern?“ An sieben Thementischen ging es um Kampagnenarbeit, Teamkommunikation und die Erhöhung der Sichtbarkeit von EUD und JEF vor Ort, im Internet und in der Presse. Ein besonderer Fokus lag dabei auf Social Media und der grafischen Aufbereitung von Inhalten. „Unsere Erwartungen wurden übertroffen“, so die Bilanz vieler Teilnehmer, die mit viel frischer Motivation den Heimweg antraten. Klar wurde auch: Es gibt noch jede Menge Wünsche und Ideen für künftige Akademien.


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