Dienstag, 31. März 2015
Europa-Lilie 2015: PEN-Zentrum, EZB und Bedford-Strohm nominiert – Europapreis-Abstimmung in vier Kategorien
Das Rennen um die Europapreise 2015 ist eröffnet. Jedes Jahr werden herausragende europapolitische Leistungen in Deutschland mit der Europa-Lilie prämiert. 2014 gewann der Deutschlandfunk den renommierten Preis von Europa-Professionell, dem Netzwerk beruflich mit europäischen Themen befasster Mitglieder der Europa-Union Deutschland. Am 31. März wurden die Nominierungen für die diesjährigen Europapreise in vier Kategorien bekanntgegeben. Das PEN-Zentrum, die Europäische Zentralbank und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, können sich Hoffnung auf eine Auszeichnung machen.

Europa-Lilie

Auch für die Europa-Lilien in den Bereichen bürgerschaftliches Engagement und europäische Jugendarbeit stehen wieder je drei spannende Projekte zur Wahl. Selbstverständlich wird auch die Europa-Distel für europapolitische Fauxpas wieder verliehen. Erstmalig wurde in der Distelkategorie mit Kai Diekmann und der BILD-Zeitung ein bereits ausgezeichneter Preisträger (Europa-Distel 2011) erneut nominiert. Für den Negativpreis sind außerdem die Alternative für Deutschland (AfD) sowie der Buchautor Dirk Müller vorgeschlagen.

Jetzt ist die Netzgemeinde an der Reihe: Abgestimmt werden kann bis zum 30. April 2015 auf der Internetseite der Europa-Union Deutschland.

Alle Nominierten im Überblick

Europa-Lilie für die herausragendste europapolitische Leistung des Jahres in Deutschland

Heinrich Bedford-Strohm
, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland
für sein starkes Eintreten für ein soziales, friedenstiftendes Europa

Europäische Zentralbank
für ihr entschlossenes Vorgehen zur Beruhigung des Euro-Währungsraums trotz massiven Drucks der Finanzmärkte und diverser EU-Mitgliedstaaten

PEN-Zentrum Deutschland, deutsche Schriftstellervereinigung
für den Aufruf zu einem gemeinsamen, menschenwürdigen Asylrecht in Europa

Hintergrundinformationen:
Auszug aus der Weihnachtsbotschaft von Heinrich Bedford-Strohm: www.ekd.de/presse/pm2014_263_weihnachten_2014.html 
Homepage der Europäischen Zentralbank: www.ecb.europa.eu/home/html/index.en.html
Aufruf des PEN-Zentrums: www.pen-deutschland.de/wp-content/uploads/2014/12/Aufruf-Schutz-in-Europa_1_12_2014.pdf

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Europa-Lilie für bürgerschaftliches Engagement

Verein Multitude
für seine Unterstützung von Flüchtlingen und Asylsuchenden in Berlin

Projekt „Die gewollte Donau – The wanted Danuba
für den Einsatz für ein friedliches und freundschaftliches Miteinander im Donauraum

European University for Volunteering/Europäische Freiwilligenuniversität
für die europaweite Verbreitung von freiwilligem und bürgerschaftlichem Engagement in Europa

Hintergrundinformationen:
Verein Multitude: www.multitude-berlin.de
Die gewollte Donau: www.thewanteddanube.eu
Europäische Freiwilligenuniversität: www.euvolunteering.org/index.php?language=ff

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Europa-Lilie für europäische Jugendarbeit


Deutscher Bundesjugendring
für die Koordination der ersten bundesweiten U-18-Europawahl 2014

Europeers
für die Information junger Menschen durch junge Menschen über europäische Mobilitätsprogramme

Verein Ostblick – Regionalinitiative Osteuropastudierender Berlin-Brandenburg

für seine kontinuierliche, ehrenamtliche Arbeit, durch die „Osteuropa in die Köpfe und Herzen“ junger Menschen gebracht werden soll

Hintergrundinformationen:
U-18-Europawahl: www.u18.org/vergangene-wahlen/europawahl-2014
Europeers: www.europeers.de
Ostblick: www.ostblick.org

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Europa-Distel für den größten europapolitischen Fauxpas des Jahres in Deutschland

Alternative für Deutschland (AfD)
für ihre populistische, europaskeptische Politik, die weder Deutschland noch Europa nutzt und die dazu beiträgt, ausländerfeindliche und rechtslastige Strömungen wie Pegida salonfähig zu machen

Kai Diekmann, Chefredakteur der BILD-Zeitung
für die Wiederauflage und Verschärfung der stereotypengetriebenen, unqualifizierten Anti-Griechenland-Kampagne der BILD

Dirk Müller, Autor
für sein Buch „Showdown“, in dem die Eurokrise zu einem Schlachtfeld geopolitischer Interessen überhöht wird – abenteuerliche Verschwörungstheorien inklusive


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