Montag, 12. Februar 2018
Europa-Union Norddeutschlands will Europatag
Norddeutsche Landesverbände fordern 9. Mai als neuen gemeinsamen gesetzlichen Feiertag

Die norddeutschen Landesverbände der überparteilichen Europa-Union aus Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein setzen sich übereinstimmend für den Europatag am 9. Mai als neuen gemeinsamen gesetzlichen Feiertag ein. Dies haben sie auf einem gemeinsamen Treffen ihrer Vorstände am zurückliegenden Wochenende übereinstimmend erklärt.

Schon heute wird der Europatag in der Europäischen Union einheitlich am 9. Mai eines jeden Kalenderjahres gefeiert. Nach Auffassung der norddeutschen Landesverbände kann die Stärkung des Feiertages als zusätzlicher arbeitsfreier gesetzlicher Feiertag im Bewusstsein der Bevölkerung ein starkes Zeichen für den Europäischen Integrationsprozess setzen.

Mit dem Europatag wird schon bisher an die sogenannte Schumann-Erklärung und die damit verbundene Geburtsstunde der Europäischen Union erinnert. Am 9. Mai 1950 schlug der damalige französische Außenminister Robert Schumann namens der französischen Regierung vor, die Gesamtheit der französisch-deutschen Kohle- und Stahlproduktion einer gemeinsamen Hohen Behörde zu unterstellen, in einer Organisation, die den anderen europäischen Ländern zum Beitritt offen stehen sollte. Die Erklärung war der Ausgangspunkt zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und legte die Grundlagen für den Prozess der Europäischen Integration, der – unabhängig vom Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft 1954 – am 25. März 1957 in die Römischen Verträge d.h. in die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) mündete.

Für den Landesverband Niedersachsen erklärt dessen Vorsitzender Harm Adam, Rechtsanwalt aus Göttingen: „Die Erklärung des französischen Außenministers Robert Schumann vom 9. Mai 1950 leitete eine neue Ära der Zusammenarbeit und vertieften Integration in der europäischen Nachkriegspolitik ein. Der Europatag ist letztlich die „Geburtsurkunde“ der heutigen Europäischen Union.“

Weiter unterstreicht der Landesvorsitzende: „Mit unserer Anregung beziehen wir keine Stellung gegen andere Vorschläge, halten aber ein klares pro-europäisches und in die Zukunft gerichtetes Signal der norddeutschen Bundesländer in der Diskussion über einen zusätzlichen gesetzlichen arbeitsfreien Feiertag für ratsam. Der Europatag als gesetzlicher arbeitsfreier Feiertag setzt ein Zeichen gegen populistische Tendenzen und eine nationalistische Abschottung der Gesellschaften in- und außerhalb Europas. Nur gemeinsam können wir Europäerinnen und Europäer Frieden und Wohlstand in- und außerhalb der Europäischen Union sichern.“


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