Mittwoch, 04. Oktober 2017
Europapolitischer Vortrag von Udo van Kampen zur Zukunft Europas
Nicht zuletzt seit dem Ausgang der Bundestagswahlen ist Deutschlands Europapolitik Thema der nun folgenden Sondierungsgespräche. Nachdem Kommissionspräsident Juncker bereits die Situation der EU in seiner "State of the Union"-Rede beschrieben hatte, folgten mit dem französischen Staatspräsidenten Macron und der britischen Premierministern May zwei Staatschefs, die ebenfalls in Ihren Europa-Reden ihre jeweligen Zukunftsvision des europäischen Kontinentes zeichneten.

Udo van Kampen (Foto: CNC Communications)

Anlässlich der intensiven Diskussionsdebatte, die auch dadurch wieder entfacht zu sein scheint, lud die Europa-Union Hamburg zusammen mit dem Info-Point Europa, dem Informationszentrum der EU-Kommission in Hamburg, zu einem europapolitischen Vortrag von Herrn Udo van Kampen mit anschließender Diskussion am Donnerstag, den 12. Oktober 2017 um 18:30 Uhr im Merkur-Zimmer der Handelskammer Hamburg (Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg) ein.

Herr van Kampen berichtete zwei Jahrzehnte lang für das ZDF aus Brüssel - von Europäischen Gipfeltreffen und anderen wichtigen europapolitischen Entscheidungen ebenso wie über die Entwicklungen bei der Nato. Für viele Zuschauer war und ist er “Mr. Europa”. Das merkten die rund 50 interessierten HamburgerInnen an dem Abend sofort. Van Kampen gab dem Zuhörer exklusive Einblicke aus der Brüsseler Arbeitswelt und plauderte dabei ein wenig aus dem Nähkästchen. In seinen persönlichen Einschätzungen zur zukünftigen Entwicklung der Europäischen Union hob er vor allem die drei großen Reden in jüngster Zeit des Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und der britischen Premierministerin Theresa May hervor. Wichtig sei es, so Van Kampen, dass Deutschland zeitnah eine Regierung bilde, um die starken Vorschläge des französischen Präsidenten aufzunehmen und sie in eine deutsch-französische Initiative zu formen. Denn eins sei klar: solange Deutschland nicht regierungsfähig sei, würde es auch keine Fortschritte in Richtung mehr europäische Integration geben. Im Anschluss stellte er sich den neugierigen Fragen des Publikums zu Themen wie der Politikverdrossenheit, der medialen Berichterstattung oder der grundsätzlichen Reform der EU-Strukturen.


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