Montag, 11. September 2017
Europäer der ersten Stunde: EUD-Ehrenpräsidiumsmitglied Ernst Johansson für Lebenswerk geehrt
Am 9. September wurde Ernst Johansson in Lübeck auf der Landesversammlung der Europa-Union Schleswig-Holstein für seine Verdienste um die Europa-Union und die Europäische Einigung gewürdigt. EUD-Vizepräsident Thomas Mann zeichnete in seiner Laudatio den europäischen Lebensweg Johanssons nach und erinnerte an sein beeindruckendes Engagement in den verschiedensten Verbandsfunktionen auf Landes-, Bundes- und Europaebene.

Ernst Johansson und Thomas Mann. Foto: Anna Grimsmann

Ein Schwerpunkt seiner ehrenamtlichen Arbeit lag seit jeher auch auf der Förderung der deutsch-skandinavischen Beziehungen. Neben seinem Engagement in der Europa-Union und der Europäischen Bewegung war Johansson an der Gründung der Europa Akademie Schleswig-Holstein beteiligt, wirkte als schwedischer Honorarkonsul in Kiel und war viele Jahre Vorsitzender der Deutsch-Nordischen Juristenvereinigung. Ernst Johansson ist Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse, des schwedischen Nordsternordens Erster Klasse und der Europa-Union Medaille in Gold mit Stern. Nach seinem Ausscheiden als langjähriger Vizepräsident des EUD-Bundesverbandes wurde Johansson im Frühjahr vom Präsidium zu dessen Ehrenmitglied ernannt. Im Anschluss an die Laudatio überreichte der Europaabgeordnete Thomas Mann Ernst Johansson im Auftrag des Präsidiums ein Gemälde, das vom Jubilar im Rahmen eines Bundeskongresses angefertigt wurde.

Anlässlich der Landesversammlung der Europa-Union Schleswig-Holstein fand auch eine Publikumsdebatte mit EUD-Generalsekretär Christian Moos und der neuen Schleswig-Holsteinischen Europaministerin Sabine Sütterlin-Waack statt. „Europa ist in Bewegung, vor allem auch dank der Demonstrationen, die im ersten Halbjahr so viele Bürgerinnen und Bürger auf die Straße gebracht haben“, betonte Moos in seinem einführenden Impulsstatement. „In vielen Städten und Gemeinden haben unsere Mitglieder Pulse of Europe unterstützt oder sogar, in Abstimmung mit den Frankfurter Initiatoren, die Demonstrationen selbst organisiert“, freute sich Moos. Dies sei auch in Lübeck der Fall gewesen. Auch wenn die Krisenstimmung des Jahres 2016 zunächst gestoppt sei und in diesem Jahr der populistische, antifreiheitliche und antieuropäische Vormarsch zum Halt gebracht wurde, sei Europa immer noch nicht über den Berg. „Wir dürfen uns nicht zurücklehnen“, forderte Moos. „Europa braucht Bewegung hin zu mehr Solidarität untereinander. Dies einzufordern und einen klaren Kompass zu haben für ein europäisches Deutschland, das nicht ausbricht aus der europäischen Ordnung und diese auch nicht nach seiner Façon zu prägen trachtet, ist unsere Aufgabe als überparteiliche, politische Avantgarde unter all den neuen und alten Europabewegungen hierzulande“, unterstrich der EUD-Generalsekretär.


Publikumsgespräch mit Christian Moos, Sabine Sütterlin-Waack und dem
Moderator Ralf Rose. Foto: Anna Grimsmann

 

 


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