Förderung der europäischen Identität bei Jugendlichen durch Maßnahmen im Bildungsbereich

Beschluss des Bundeskongresses vom 21.11.2010 (PDF-Datei)


Die Bundesregierung, die Kultusministerkonferenz und die Schulministerien der Länder werden aufgefordert, geeignete Maßnahmen zu treffen, um in der jungen Generation ungeachtet der individuellen Herkunft eine europäische Identität zu stärken.


Der Bundeskongress sieht dazu den Bildungsbereich als besonders geeignet an, insbesondere durch:


1. Aktive Förderung und Ausbau bilingualer Bildungsangebote bzw. entsprechender Initiativen im Kita- und Schulbereich, vor allem - aber nicht nur - in grenznahen Regionen mit europäischer Nachbarschaft. Hierzu sind mehr Unterrichtsmaterialien bereitzustellen und Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte zu schaffen.


2. Die aktive Gewinnung von muttersprachlichen Pädagog/inn/en für die an Deutschlands Schulen unterrichteten europäischen Fremdsprachen, da diese das sprachliche, das landeskundliche und vor allem interkulturelle Lernen im Kita- und Schulbereich stärken und beleben können.


3. Die Schaffung von an die Verkürzung der Schulzeit bis zum Abitur angepassten Regelungen und Förderungen für den Schulbesuch im europäischen Ausland.