Bundeskongress 2011 in Berlin: "Mit mehr Europa aus der Krise"

Prominente Redner auf dem Bundeskongress: Prof. Beatrice Weder di Mauro & Botschafter Dr. Marek Prawda

Rund 200 Delegierte aus dem gesamten Bundesgebiet kamen am 26. und 27. November in Berlin zusammen, um über die Zukunft des europäischen Gemeinschaftsprojektes zu debattieren. Das Motto des diesjährigen Bundeskongresses war Programm: "Mit mehr Europa aus der Krise!" Das Leitmotiv des Kongresses wurde sowohl in den Reden prominenter Gäste, wie etwa der des polnischen Botschafters Marek Prawda oder der Berliner Europabeauftragten und Staatssekretärin Monika Helbig, als auch in verschiedenen Arbeitsgruppen vertieft.

"Wir wollen, dass Europa am Ende dieser Krise stärker da steht als vor ihrem Beginn", bekräftigte Präsident Peter Altmaier in seiner Eröffnungsrede. Die  Berliner Vorsitzende der Europa-Union, Sylvia-Yvonne Kaufmann, benannte die Europa-Union als zivilgesellschaftlichen Motor der Europäischen Integration. "Die Europa-Union war nie wichtiger als in Zeiten der heutigen Krise", unterstrich Kaufmann die Rolle der EUD in ihrem Grußwort. Staatssekretärin Monika Helbig wies darauf hin, dass die Krise auch als "Chance für Reformen hin zu einem weiteren Integrationsschritt" genutzt werden kann.

"Das Kongressmotto könnte auch Leitspruch der Polnischen Ratspräsidentschaft sein", sagte der polnische Botschafter Marek Prawda. Polen sei bereits seit geraumer Zeit auf dem Weg zu mehr Europa.

Im Rahmen des Kongresses wurden anschließend die Europapreise der Hauptstadtgruppe Europa-Professionell verliehen. Die Europa-Lilie für herausragende europapolitische Leistungen ging an die Ökonomin Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro. Mit dem Preis für bürgerschaftliches Engagement wurden Klaus & Roswitha Brausch geehrt. Der Verein Schüler Helfen Leben erhielt den Jugendpreis. Die Europa-Distel für den größten europapolitischen Fauxpas wurde an die BILD-Zeitung verliehen.

Delegierte bringen neues Grundsatzprogramm auf den Weg

Am zweiten Kongresstag fassten die Delegierten knapp 20 Beschlüsse zu verschiedenen europapolitischen Themen. Auch der Entwurf eines neuen Grundsatzprogrammes wurde fast einstimmig auf den Weg bebracht und soll nun innerhalb und außerhalb des Verbands breit diskutiert werden. Unsere Vision für ein Europa des 21. Jahrhunderts soll dann auf dem Bundeskongress 2012 in Düsseldorf verabschiedet werden.

Neuer Präsident der Europa-Union: Rainer Wieland

Neu aufgestellt: (v.l.) Generalsekretär Christian Moos, die Vizepräsidenten Ernst Johansson, Eva Högl & Thomas Mann sowie Präsident Rainer Wieland

Bei den anschließenden Wahlen wurde Rainer Wieland, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, mit überwältigender Mehrheit zum neuen Präsidenten der Europa-Union gewählt. Der 54jährige Europaparlamentarier folgt auf Peter Altmaier MdB, der das Amt seit 2006 bekleidete und nicht mehr antrat. Die Vizepräsidenten Eva Högl, Ernst Johansson und Thomas Mann wurden in ihrem Amt bestätigt. Schatzmeister bleibt Dr. Joachim Wuermeling. Zum neuen Generalsekretär wurde Christian Moos gewählt.

Zu weiteren Präsidiumsmitgliedern wurden gewählt (in alphabetischer Reihenfolge): Ralf Bingel, Reinhard Bütikofer MdEP, Anton Freiherr von Cetto, Kristin Funke MdL, Dr. Lutz Hager, Ulla Kalbfleisch-Kottsieper, Dr. Sylvia-Yvonne Kaufmann, Enrico Kreft, Jürgen Lippold, Heinz-Wilhelm Schaumann, Dr. Otto Schmuck, Elisabeth Schnarrenberger-Oesterle, Gabriela Schneider, Thomas Stölting, Michael Theurer MdEP, Wolfgang Zapfe.

Die Delegierten ernannten Peter Altmaier auf Vorschlag des Präsidiums zum Ehrenpräsidenten des Verbandes.

Mehr Informationen zu den Präsidiumsmitgliedern finden Sie hier.

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