70 Jahre Europa-Union Deutschland: Ziel bleibt der Europäische Bundesstaat

Am 11. Januar feierte die überparteiliche Europa-Union ihr 70-jähriges Bestehen mit einem zentralen Festakt in Berlin. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble würdigte die Arbeit des überparteilichen Verbandes und sein Werben für die europäische Einigung. Europa-Union Präsident Rainer Wieland erinnerte an das politische Ziel der Europa-Union, die Schaffung eines europäischen Bundesstaates. „Diese Idee wird wirkmächtig bleiben und die aktuellen Herausforderungen und Probleme überleben“, so der Vize-Präsident des Europäischen Parlaments.

Foto: Mirko Lux

„Der Traum von einem in Frieden und Freiheit vereinten Europa wurde schon früh geträumt“, sagte Wieland. Dennoch sei die Friedensidee der europäischen Einigung kein Argument von gestern, wie die Konflikte zeigten, die Europa umgeben. Rainer Wieland verwies auch auf das deutsche Grundgesetz. Als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, sei Gründungskonsens der Bundesrepublik Deutschland.

„Trotz wachsender Zweifel und Europaskepsis bleibt die Europäische Einigung weiterhin wichtig“, ist auch Wolfgang Schäuble überzeugt. „Die Europäische Einigung ist die beste Idee, die die Europäer im 20. Jahrhundert hatten und sie ist die beste Vorsorge für das 21. Jahrhundert“, so der Bundesfinanzminister. „In der globalen interdependenten Welt wird Europa nur gemeinsam eine angemessene Rolle spielen können. Jeder einzelne europäische Staat ist im globalen Maßstab nicht hinreichend relevant“, betonte Schäuble. Die großen Fragen wie Globalisierung, Klimaschutz und Digitalisierung ließen sich nicht national bewältigen. Auch in der Migrationspolitik, der Sicherheits- und Außenpolitik sowie in der Wirtschafts- und Währungspolitik müsse Europa die Probleme gemeinsam besser lösen. „Es ist wichtig, dass wir die wachsende Skepsis durch Erfolge und Effizienz überwinden. Ich bin sicher, dass mit jedem konkreten Erfolg die Attraktivität des europäischen Projekts auch für heute Zweifelnde wieder größer wird“, unterstrich Schäuble.

Danuta Hübner nannte die europäische Einigung ein menschengemachtes Wunder. „Nichts, das wir erreicht haben, ist selbstverständlich“, betonte die polnische Europaabgeordnete und forderte ein stärkeres Bekenntnis zu Europa. Europa sei nicht nur eine Union von Staaten, sondern eine Union der Bürger, so Hübner. Diese wollten Europa mitgestalten, wie die zahlreichen Europäischen Bürgerinitiativen zeigten.

Auch Staatsminister Michael Roth und Rainer Wend, Vorsitzender der Europäischen Bewegung Deutschland warben für mehr Engagement für Europa. „Die schweigende Mehrheit muss aufhören zu schweigen. Europa braucht uns jetzt!“, sagte Wend. „Wir alle stehen in der Verantwortung, dass Europa wieder gelingt“, unterstrich Michael Roth. Europa müsse nicht nur ein rationales Projekt, sondern auch ein Projekt der Herzen sein.


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Opens external link in new windowRedemanuskript Dr. Wolfgang Schäuble MdB, Bundesminister der Finanzen

Opens external link in new windowRedemanuskript Prof. Dr. Danuta Hübner MdEP, Mitglied der Europäischen Kommission a.D.

Opens external link in new windowRedemanuskript Michael Roth MdB, Staatssekretär für Europa im Auswärtigen Amt

Opens external link in new windowRedemanuskript Rainer Wend, Präsident der Europäischen Bewegung Deutschland

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