Drama um die Ukraine

Welche Rolle sollte die EU in ihrer Nachbarschaft spielen? Informationsveranstaltung an der Universität Hamburg.

Podiumsdiskussion zur aktuellen Lage in der Ukraine
Die Bodenfolien zum Thema Krieg und Frieden der Straßenaktion „Gedankengang“ der Europa-Union wiesen den rund 180 Gästen der Podiumsdiskussion am 30. Oktober in der Universität Hamburg den Weg zum Hörsaal. Ein passender Einstieg ins Thema der Diskussion „Drama um die Ukraine – Welche Rolle sollte die EU in ihrer Nachbarschaft spielen?“.
Den Einstieg in das hochaktuelle Thema nutzte der stellvertretende Landesvorsitzende und Moderator Manuel Sarrazin MdB, um eine informative Grundlage zu schaffen. Danach begann die lebhafte Diskussion mit dem buntgemischten Publikum. Auch nach offiziellem Ende der Veranstaltung blieben viele Gäste, um mit den Referenten über noch offene Fragen zu debattieren.
Juri Durkot, freier Journalist aus der Ukraine, der u.a. für die ARD arbeitet, und viele Gäste teilten die Ansicht, dass die Situation in der Ukraine ein Kriegszustand sei -  kein Bürgerkrieg, sondern ein Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Deshalb gelang es Manuel Sarrazin auch nicht, Russland komplett auszuklammern, obwohl der Schwerpunkt des Abends auf der Ukraine liegen sollte.
Dr. Kai-Olaf Lang, Forschungsgruppenleiter EU-Integration von der Stiftung für Wissenschaft und Politik, warf die Frage auf, wohin sich die Ukraine entwickeln sollte. Für ihn sei es wichtig, dass die neu gewählten Politiker in der Lage seien einen politischen Konsens zu finden, um einen nation building-Prozess in Gang zu bringen. Nur so könne die äußerst fragmentierte ukrainische Bevölkerung zu einer Nation im Staat werden.
Manuel Sarrazin beendete die thematisch sehr breit gefächerte Diskussion mit der Feststellung, dass viele Akteure und Interessen in der Ukraine vertreten seien. Jedoch hält er die europäische Devise, dass Grenzen nicht so trennend sein sollten, auch hier für zukunftstauglich.

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