Europa-Professionell fordert klare Verhältnisse in der deutschen Europakoordinierung

Europa-Professionell, die Hauptstadtgruppe der Europa-Union Deutschland, hält klare Verhältnisse bei der Europakoordinierung in Berlin für unabdingbar für die wirksame Vertretung deutscher Interessen in Brüssel. „Die Kunst besteht darin, Strukturen zu finden, die einerseits ermöglichen, dass zeitgerecht deutsche Positionen festgelegt werden, und andererseits, dass alle relevanten Aspekte in die Entscheidungsfindung einbezogen werden“, erklärte heute Dr. Joachim Wuermeling, Sprecher von Europa-Professionell. Eine starke Stellung der Ressorts mit Europakompetenz und zugleich effizienter Koordinierung sei deshalb unerlässlich für ein erfolgreiches Handeln Deutschlands in Brüssel.

Bereits zu Beginn der Legislaturperiode hat Europa-Professionell sieben Empfehlungen zur Neugestaltung der Europapolitik der Bundesregierung aufgestellt, insbesondere zur deren europapolitischer Arbeitsweise:

Die neue Bundesregierung sollte

1.      eine detaillierte deutsche „Europa-Agenda“ für die kommende Legislaturperiode aufstellen,

2.    sich rascher positionieren und ihre Haltung im Laufe des Entscheidungsprozesses flexibler anpassen,

3.    kontinuierliche Präsenz gegenüber allen europäischen Institutionen und auf allen Ebenen zeigen,

4.    ihr europapolitisches Handeln gegenüber der Öffentlichkeit, den Parlamenten und den beteiligten Kreisen transparent machen,

5.    effizientere und klarere Entscheidungsstrukturen etablieren,

6.    die europäische Personalpolitik strategischer, vorausschauender und nachhaltiger gestalten und

7.    mit einer integrierten, modernen und adressatengerechten Kommunikation die Öffentlichkeit über die europapolitischen Vorgänge aus deutscher Sicht informieren.

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