Europa-Union Deutschland fordert Führungsrolle der EU bei Weltfinanzordnung

Die Europa-Union Deutschland fordert die Mitgliedsländer und Institutionen der Europäischen Union zu einem raschen und selbstbewussten Handeln bei der Neugestaltung der Weltfinanzordnung auf.

Bundesratspräsident Peter Müller (li.)

Präsident der UEF Andrew Duff MdEP(re.)

Der 54. Kongress der Europa-Union Deutschland hat bei seiner Tagung in Saarbrücken im Wortlaut beschlossen: "Der Bundeskongress setzt sich für die baldige Weiterentwicklung von EU-weiten Mindeststandards auf dem Finanzsektor sein. Dazu gehört die Schaffung von mehr Transparenz im Kapitalmarkt, die Überprüfung von risikoreichen Finanzinstrumenten einschließlich der Beteiligung der verantwortlichen Manager nicht nur an Gewinnen, sondern auch an Verlusten von Gesellschaften bzw. die Überprüfung von Vergütungssystemen."

Der Präsident der Europa-Union, Staatssekretär Peter Altmaier MdB, untermauerte diesen Führungsanspruch: "Europa darf sich jetzt nicht auf Krisenmanagement beschränken. Die EU muss eine Führungsrolle bei der Neugestaltung des Weltfinanzsystems spielen."

Der amtierende Bundesratspräsident und Ministerpräsident des Saarlandes Peter Müller unterstrich in seiner Ansprache die Rolle der Europäischen Union bei der Beseitigung der großen Krisen der Welt. Insbesondere die Finanzkrise zeige, dass Europa mit einer Stimme sprechen muss, um die großen Probleme der Zeit lösen zu können.

Andrew Duff MdEP, Präsident der UEF, forderte, dass die Europäische Union angesichts der Finanzkrise und den steigenden Energiepreisen koordinierter und kohärenter auftreten müsse.

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