Montag, 19. Februar 2018
Europa-Union Hamburg spricht sich für den Europatag als gesetzlichen Feiertag aus
Gemeinsame Initiative der norddeutschen Landesverbände der Europäischen Föderalisten: Europa-Union setzt sich für den Europatag am 9. Mai als neuen gesetzlichen Feiertag für Norddeutschland ein

Die norddeutschen Landesverbände der überparteilichen Europa-Union aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Niedersachsen setzen sich übereinstimmend für den Europatag am 9. Mai als neuen gemeinsamen gesetzlichen Feiertag ein. Dies haben sie auf einem gemeinsamen Treffen ihrer Vorstände im  Februar übereinstimmend erklärt.

Schon heute wird der Europatag in der Europäischen Union jährlich am 9. Mai gefeiert. Nach Auffassung der norddeutschen Landesverbände kann die Stärkung des Europatages als zusätzlicher arbeitsfreier gesetzlicher Feiertag im Bewusstsein der Bevölkerung ein starkes Zeichen für den Europäischen Integrationsprozess setzen.

Mit dem Europatag wird an die sogenannte Schuman-Erklärung und die damit verbundene Geburtsstunde der Europäischen Union erinnert. Am 9. Mai 1950 schlug der damalige französische Außenminister Robert Schuman vor, die Gesamtheit der französisch-deutschen Kohle- und Stahlproduktion einer gemeinsamen Hohen Behörde zu unterstellen, in einer Organisation, die den anderen europäischen Ländern zum Beitritt offen stehen sollte. Die Erklärung war der Ausgangspunkt zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und legte die Grundlagen für den Prozess der Europäischen Integration, der am 25. März 1957 in die Römischen Verträge d.h. in die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) mündete.

Für den Landesverband Hamburg erklärt die Landesvorsitzende Sabine Steppat: „Die Erklärung des französischen Außenministers Robert Schuman vom 9. Mai 1950 leitete eine neue Ära der Zusammenarbeit und vertieften Integration in der europäischen Nachkriegspolitik ein. Der Europatag ist letztlich die „Geburtsurkunde“ der heutigen EU.“

Der Europatag könne dazu dienen, zu verdeutlichen, welche bedeutende historische Errungenschaft die EU darstelle. Der Europatag sei aber nicht nur ein zurückschauender Feiertag, sondern Anregung sich mit dem unvollendenten europäischen Projekt auseinanderzusetzen.

„Der Europatag als gesetzlicher arbeitsfreier Feiertag setzt ein Zeichen gegen populistische Tendenzen und eine nationalistische Abschottung. Nur gemeinsam können wir Europäerinnen und Europäer Frieden und Wohlstand in und außerhalb der Europäischen Union sichern. Hamburg versteht sich als Tor zur Welt. Ein Europatag würde dieses weltoffene Image unterstreichen!“, so Sabine Steppat.


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