Gemeinsamer Ruf nach „Mehr Europa!“

Zur ersten gemeinsamen Sitzung in der Geschichte beider Landesverbände begrüßte der rheinland-pfälzische Stellv. Landesvorsitzende Dr. Norbert Herhammer die Landesvorstände der Europa-Union Rheinland-Pfalz und des Saarlandes auf der Burg Lichtenberg bei Kusel.

Im Mittelpunkt des Treffens stand die anhaltende Schuldenkrise und deren Auswirkungen auf die Europäische Union. Einigkeit herrschte darüber, dass die Krise als Chance genutzt werden sollte, um die europäische Integration zu vertiefen. „Der Zeitpunkt ist reif, um weitere Schritte auf dem Weg der politischen Einigung zu fordern. Dabei sei die Arbeit der Europa-Union gefragt, um die Bürgerinnen und Bürger in die Diskussion einzubeziehen“ sagte Dr. Hanno Thewes, Landesvorsitzender der Europa-Union Saar.

Die beiden Landesverbände begrüßten die Initiative „Ich will Europa“. Mit Besorgnis wurde festgestellt, daß die gegenwärtige Diskussion um die Zukunft des Euro bei den Bürgern in Deutschland und anderen Mitgliedsländern den Eindruck verstärkt, als sei die Idee der europäischen Einigung ausschließlich eine Frage der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Die Europäische Einigung ist jedoch eine umfassende Idee, die alle Bereiche des politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Lebens umfaßt.

Der Ehrenvorsitzende der Europa-Union Saar und ehemalige Hauptausschuß-Vorsitzende Arno Krause forderte, daß die Losung „Mehr Europa wagen“, wie sie auch von der Bundesregierung verkündet wird, mit den Inhalten ausgefüllt werden muß, die seit Beginn der Europapolitik nach dem Zweiten Weltkrieg bereits definiert wurden und auf ihre Verwirklichung warten: Frieden sichern, demokratische Strukturen festigen, soziale und wirtschaftliche Entwicklung gewährleisten.

Die beiden Landesverbände werden künftig ihre Zusammenarbeit intensivieren. „Vorrangige Ziele werden dabei sein, die weiteren notwendigen Schritte der europäischen Integration zu definieren und in die öffentliche Diskussion zu bringen. Auch der Austausch über die Mitgliederarbeit und über gemeinsame Aktionsfelder in der Verbandsarbeit wird durch die Zusammenarbeit ermöglicht“ so Dr. Herhammer. Die beiden Gremien haben beschlossen, eine länderübergreifende Arbeitsgruppe einzurichten.

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