Mehr Menschlichkeit gegenüber Flüchtlingen

Anlässlich des Europatages fordert die Europa-Union die EU-Mitgliedstaaten auf, mehr Verantwortung für Flüchtlinge zu übernehmen. „Am 9. Mai gedenken wir der Anfänge des europäischen Friedensprojektes. Der dauerhafte Frieden innerhalb der Europäischen Union ist unser größtes Glück und gleichzeitig Auftrag für uns, Menschen aus Krisengebieten Schutz zu gewähren. Der Tod unzähliger Flüchtlinge im Mittelmeer ist unseres Wohlstandes und unserer Werte unwürdig“, sagt Dr. Friedhelm Pieper, Vorsitzender der Europa-Union Rheinland-Pfalz.

„Eine Europäische Union, die sich als Festung versteht, verletzt ihre eigenen Grundwerte. Die Flüchtlinge, die sich auf den gefährlichen Weg nach Europa begeben, sehnen sich nach dem, was für uns inzwischen alltäglich ist: Freiheit, Sicherheit und Frieden“, so Pieper.

„Die Aufnahme von Flüchtlingen allein reicht jedoch nicht aus“, unterstreicht Simone Thiel, stellv. Vorsitzende. „Die europäischen Staaten sind in der Pflicht, ihren Beitrag zu gerechten und rechtsstaatlichen Verhältnissen in den Ursprungsländern zu leisten. Kriegsflüchtlinge müssen bereits in den Nachbarregionen angemessen versorgt werden. Hier kann finanzielle Unterstützung aus Europa eine große Verbesserung bewirken“, so Thiel. „Allzu oft stehen wir Armut und Ausbeutung in unseren Nachbarkontinenten gleichgültig gegenüber. Diese Zustände dürfen wir weder dulden, geschweige denn davon profitieren“. Auf ihrem Bundeskongress im bayerischen Memmingen Ende April forderte die Europa-Union Deutschland daher größere Anstrengungen in der Entwicklungszusammenarbeit.

„In diesen Tagen gedenken wir des Kriegsendes vor 70 Jahren. Damals war ganz Europa von Krieg und Tod traumatisiert. Lassen Sie unser Gedenken nicht nur in Worte, sondern auch in Taten fassen und den Flüchtlingen in unseren Städten und Gemeinden mit Gastfreundschaft begegnen“, fordert Dr. Pieper. „Die Menschen, die sich mit dem Mut der Verzweiflung auf die gefährliche Überfahrt nach Europa begeben haben, verdienen unsere Achtung und unser Willkommen. Vielen Menschen ist in ihrer Heimat und auf der Flucht unsagbares Leid geschehen. Besuchen Sie Ihre neuen Nachbarn, hören Sie ihre Geschichte und begleiten Sie sie bei ihren ersten Schritten in Deutschland! Wir können viel voneinander lernen.“

Verantwortlich: S. Thiel


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