Quo vadis? Die Zukunft der EU-Russland-Beziehungen

Rund 150 Teilnehmer_innen verfolgten am 26. Februar 2015 im Vestibül des Museums für Kunst und Gewerbe eine inhaltlich dichte und kontroverse Diskussion zu den angespannten Beziehungen zwischen der EU und Russland aufgrund der Konfliktsituation in der Ukraine.

Nach einer Begrüßung durch die Landesvorsitzende der Europa Union Hamburg e.V.,  Sabine Steppat, diskutieren Ruprecht Polenz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, Dr. Gabriele Kötschau, Leiterin der Vertretung St. Petersburg, Handelskammer Hamburg und Arne Lietz MdEP, Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments.

Hauptpunkte waren vor allem, ob und inwieweit die wirtschaftlichen Sanktionen durch die EU wirksam sind und wie der Dialog mit Russland weitergeführt werden kann, ohne die europäischen Werte aufzuweichen. Wirtschaftlich orientiert sich das Land nun mehr an Asien und Indien, um Importausfälle auszugleichen. Die deutschen, insbesondere auch die Hamburger Unternehmen, wollen daher weiterhin an einem positiven Dialog mit Russland festhalten. Die wirtschaftlichen Sanktionen müssen aber aus Sicht der Politik Aufrecht erhalten werden. Zum Teil werden sogar neue Gebietseroberungen durch Russland befürchtet. Dennoch besteht der gute Wille und die Hoffnung, dass die russische-europäischen Beziehungen nicht an dem Koflikt in der Ukraine scheitern, sondern die Ukraine zu einer belastbaren kuturellen Brücke zwischen Europa und Russland wird. Durch die Diskussion führte Michael Thumann, Die ZEIT.


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