Rheinland-pfälzischer Europapreis 2015

Im Europäischen Jahr der Entwicklung wurde der rheinland-pfälzische Europarpeis für Schulprojekte verliehen, die sich mit den Thema der europäischen Entwicklungspolitik in verschieden Formen engagieren.

Verleihung des Europapreises in der Staatskanzlei. Foto: S. F. Sämmer

Die Jury, in der die Europa-Union mitwirkte, wählte aus 41 Bewerbungen vier Schulen die durch ein besonderes Engagement die Themen der Entwicklungszusammenarbeit so bearbeiten, dass es für die Schülerschaft verständlich, aber auch kritisch dargestellt wird.

Der Europapreis, der durch Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz für Europa, Staatssekräterin Heike Raab gestiften und verliehen wurde, ging an folgende Schulen:

1. Preis: Heinrich-Haus-Schule in Neuwied

Die BBS Heinrich-Haus ist eine staatlich anerkannte private berufsbildende Schule für Menschen mit Behinderungen. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer unterstützen seit 2011 die Monika Girls Highschool in Bagrote, Nord-Pakistan. Durch das Engagement der Neuwieder konnte in Bagrote eine Klasse für hörgeschädigte Mädchen und Jungen eingerichtet werden, auch die Kosten für die Lehrerin und die Ausstattung der Klasse werden von der BBS Heinrich-Haus finanziert.

2. Preis: Integrierte Gesamtschule Enkenbach-Alsenborn.

Die Schule pflegt schon seit 1990 eine lebendige und vielfältige Partnerschaft mit einer Grundschule in Jango/Ruanda. Seit 2014 bereitete erstmals eine Schülergruppe eine Begegnungsreise zu einer weiteren Schule im ruandischen Kampanga vor, die Ende Mai 2015 stattfand.

3. Preis: Integrierte Gesamtschule Contwig

Mitglieder der Schülerzeitungsredaktion „KEHRSEITE“ haben sich zu einer Projektgruppe zusammengeschlossen und ein Sonderheft zur europäischen Entwicklungszusammenarbeit herausgegeben. So erhielten die Schülerinnen und Schüler der IGS einen informativen Überblick über die Entwicklungspolitik in Europa, angereichert mit Interviews unter anderem mit dem Europaabgeordneten Norbert Neuser.

Vom Engagement der Grundschule Bingen-Dietersheim war die Jury so überzeugt, dass sie einen zusätzlichen Preis auslobte. Die Schülerinnen und Schüler aus Bingen pflegen seit zehn Jahren durch Briefe, Zeichnungen und Fotos eine Partnerschaft mit einer Schule in Karengera/Gitwa in Ruanda.

Eine lobende Erwähnung ging an das Martin-Butzer-Gymnasium in Dierdorf, das im Fachbereich Französisch eine zweisprachige Comic-Serie für Kinder erarbeitet hat, welche die Entwicklungszusammenarbeit altersgerecht erklärt.

Zusätzlich zum Europapreis wurde ein Sonderpreis ausgelobt, den die Jury dem Bildungsverein Ebasa e.V. aus Mainz verlieht hat. In diesem Verein haben sich junge Ethnologinnen und Ethnologen, Politikwissenschaftlerinnen und Politikwissenschaftler zusammengefunden, die gemeinsam Bildungsprojekte erarbeiten und anbieten. Entwicklungspolitik auf Augenhöhe, Kennenlernen ohne Vorurteil ist das Ziel. 

 

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