Saubere Energie für alle Europäer – Herausforderungen für Hamburg

Moderiertes Fachgespräch im Infotainer von Stromnetz Hamburg

v.l.n.r.: Christian Maaß, Dr. Michael Osterburg, Matthias Ederhof

Unter dem Motto „Saubere Energie für alle Europäer“ hat die EU-Kommission Ende 2016 ein umfangreiches Paket vorgestellt. Wie sind die jüngsten Gesetzesvorschläge der EU-Kommission zu bewerten? Was kann Deutschland tun, damit Europa nachhaltiger und energieeffizienter wird bzw. wie weit setzt Deutschland selbst die Forderungen aus Brüssel um?  Vor welchen Herausforderungen stellt die europäische Energieunion die einzelnen Bundesländer wie Hamburg und was kann bzw. wird vor Ort getan?

Auf Einladung des europe direct Info-Point Europa und der Europa-Union Hamburg e. V. diskutierten im Infotainer von Stromnetz Hamburg Matthias Ederhof, Vorstand der EnergieNetz Hamburg eG, und Christian Maaß, Geschäftsführer des Hamburg Instituts – Energie und Umweltstrategien. Dr. Michael Osterburg, stellv. Vorsitzender der Europa-Union Hamburg,  moderierte das Fachgespräch für Multiplikatoren. Rund 25 Teilnehmer folgten dem spannenden Gespräch der Diskutierenden und brachten sich auch selbst mit ihrem fachlichem Wissen in die Diskussion mit ein.

Michael Osterburg gab zunächst einen kleinen Überblick über das Legislativpaket der Europäischen Kommission vom 30.11.2016 zum Thema „Saubere Energie für alle Europäer“. Die Hauptziele dieses Pakets, das rund 1.000 Seiten Gesetzestext umfasst, sind zum einen die Energieeffizienz als oberste Priorität und zum anderen die Übernahme der weltweiten Führung im Bereich der erneuerbaren Energien. Darüber hinaus hat sich die EU dazu verpflichtet, die CO2-Emissionen bis 2030 um mind. 40 % zu reduzieren.

Matthias Ederhof erinnerte zunächst daran, dass die Energiewende als solche in Deutschland  begonnen habe. Darüber hinaus forderte er die Verbände und Organisationen auf, sich den Herausforderungen der Energiewende zu stellen, um ihre Positionen auch durchzusetzen. Die Energiewende der EU sieht er auf einem guten Weg, wohingegen er den bisherigen Weg der Europäischen Kommission für verbesserungswürdig hält.

Christian Maaß kritisierte, dass den EU-Mitgliedstaaten in dem Gesetzespaket keine verpflichtenden nationalen Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren bis 2030 gesetzt werden. Es gebe nur ein unambitioniertes Gesamtziel für die EU selbst.

Dr. Michael Osterburg sieht die Energiewende der Europäischen Kommission auf einem guten Weg. Er appellierte  an die Teilnehmer_innen, sich aktiv für die Energiewende einzusetzen und Einfluss zu nehmen, um die Interessen Hamburgs und auch Deutschlands durchzusetzen.

Abschließend regte ein Publikumsteilnehmer an, optimistischer in die Zukunft zu blicken und beendete die Diskussion mit dem Satz: „Die Zukunft gehört uns“. Im Anschluss an die Diskussion wurde in kleinen Runden noch lebhaft weiter diskutiert.

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