Situation von EU-Krisenländern

Wie bewältigen Krisenländer die schwierige Lage? Rund 140 Interessierte folgten der Einladung der Europa-Union Hamburg und des europe direct Info-Point Europa zur Podiumsdiskussion am 8. April 2013 im Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe.

Welche Auswirkungen haben die einschneidenden Reformprogramme und die strikten Sparauflagen auf Iren, Portugiesen und Griechen? Gravierende, darin waren sich die hochrangigen Referenten S.E. Dan Mulhall, Botschafter von Irland, S.E. Luis de Almeida Sampaio, Botschafter von Portugal sowie Ekaterina Dimakis, Generalkonsulin Griechenlands in Hamburg, einig.

Staatsrat Wolfgang Schmidt, Bevollmächtigter Hamburgs beim Bund, bei der Europäischen Union und für auswärtige Angelegenheiten, moderierte die hochaktuelle Diskussion. Die drei Referenten machten deutlich, dass die europäische Staatsschuldenkrise aus einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren resultiert, die länderspezifisch bzw. länderübergreifend die Entwicklung der bisher größten Krise der EU begünstigt hat. Der Euro stehe unter Druck, und für die Eurokrise gäbe es kein Lehrbuch. Eine bessere EU-weite Koordinierung der Wirtschaftspolitik würde uns helfen, diese Probleme anzugehen, und zu mehr Wachstum und Beschäftigung beitragen. Zurzeit hat die Arbeitslosigkeit, insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit in den EU-Krisenländern einen Höchststand erreicht.

Die Diplomaten gaben den überwiegend deutschen Teilnehmern mit auf den Weg: Europa hat seinen Preis. Wenn Deutschland den betroffenen Krisenländern nicht hilft, wird auch die deutsche Wirtschaft leiden.

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