Zukunft ohne Grenzen: JEF-Demonstrationen in Krusau, Schengen und Kehl

Für offene Grenzen und gegen die geplante Wiedereinführung von Grenzenkontrollen in Dänemark haben die Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) in Krusau, Schengen und Kehl demonstriert. Unter dem Motto "Zukunft ohne Grenzen" protestierte der Jugendverband der Europa-Union gemeinsam mit weiteren politischen Jugendorganisationen gegen das populistische Vorgehen der dänischen Regierung. Mehrere hundert junge Menschen setzten ein Zeichen für Reisefreiheit in Europa und machten sich für das Schengener Abkommen stark.

Die Jugendlichen sehen die Zukunft ihres freien Europas bedroht. Im Mai hatte die Regierung Dänemarks erklärt, an den Grenzen zu ihren Nachbarstaaten Deutschland und Schweden wieder permanente Kontrollen einführen zu wollen, um Kriminalität und Wirtschaftsflüchtlingen entgegenzuwirken. Gegen die Einführung von Grenzen und die Beschränkung der Reisefreiheit in Europa protestiert die JEF mit aller Entschlossenheit. Denn das Schengen-Abkommen ermöglicht seit über 15 Jahren den freien Personenverkehr innerhalb der Mitgliedsstaaten ohne Kontrollen an den Landesgrenzen. Mehr als 400 Millionen Menschen profitieren seitdem vom Reisen ohne Kontrollen in einem freiheitlichen Europa.

Eine der größten Errungenschaften des vereinten Europas ist dadurch in Gefahr. Lars Becker, der Bundesvorsitzende der JEF Deutschland fordert, „dass die Pläne Dänemarks zu einer Aufweichung des Schengener-Abkommens, die zur Rückkehr zu innereuropäischen Grenzen führen könnten, nicht umgesetzt werden.“ Nicht weniger als ein zentraler Erfolg der europäischen Einigung steht auf dem Spiel.

Der Europaabgeordnete und Ehrenpräsident der Europa-Union, Elmar Brok, unterstützte die Protestaktionen und fordert die Europäische Kommission auf, schnellstens eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof zu erheben, sollte Dänemark weiter an seinem Vorhaben permanenter Grenzkontrollen festhalten.

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