Herausforderung Mädchen- und Frauenbildung

Was kann das Europäische Jahr der Entwicklung bewirken? Mit dem Thema Entwicklungszusammenarbeit widmet sich 2015 zum ersten Mal ein Europäisches Jahr den Außenbeziehungen und der Rolle Europas in der Welt.

 

Das ist kein Zufall: 2015 läuft die Frist für die im Jahr 2000 vereinbarten Millenniumentwicklungsziele ab und die neuen globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung wurden von der UN bereits festgelegt.

Unter dem Titel „Herausforderung Mädchen- und Frauenbildung – Was kann das Europäische Jahr der Entwicklung bewirken?“ luden die Europa-Union Hamburg und der europe direct Info-Point Europa in Kooperation mit dem Marie-Schlei-Verein und den Jungen Europäischen Föderalisten (JEF-Hamburg) am 30. November 2015 zu einer aktuellen Podiumsdiskussion in die Patriotische Gesellschaft. Während der Podiumsdiskussion sprachen Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Senatorin Katharina Fegebank, Prof. Dr. h.c. Christa  Randzio-Plath und der Europaabgeordnete Arne Lietz vor ca. 50 Teilnehmern über die Herausforderung der Mädchen- und Frauenbildung in der Europäischen Entwicklungszusammenarbeit. Gleich zu Beginn wurde vor allem eines deutlich: Das Thema ist vielschichtig und komplex; und es gibt noch viel zu tun!
Nach einem Grußwort der Zweiten Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung wies die Vorsitzende des Marie-Schlei-Vereins Prof. Randzio-Plath in einem Input- Referat auf die Bedeutung von Bildung von Mädchen und Frauen für die Entwicklung einer Gesellschaft hin. Förderung von Bildung ermöglicht nicht nur den Frauen ein selbstbestimmteres Leben, sie trägt auch maßgeblich zur Entwicklung einer Gesellschaft als Ganzes bei.  Bessere Bildung von Frauen reduziert Armut, fördert wirtschaftliche Entwicklung und unterstützt die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen, wie friedliche Konfliktlösung und medizinische Versorgung. Trotz dieser Erkenntnis bleibt der Zugang zu Bildung für Mädchen und Frauen oft verschlossen: Von den weltweit 771 Millionen Analphabeten sind zwei Drittel Frauen.
Als Mitglied des Entwicklungsausschusses des Europäischen Parlaments konnte Arne Lietz von konkreten Beispielen von Aktionen die im Laufe des Europäischen Jahres stattgefunden haben berichten und einen Einblick in die Europäische Entwicklungszusammenarbeit geben.  Auch im Publikum waren einige ExpertInnen anwesend: Die erfahrene Entwicklungshelferin Dr. Ellen Ismael war in Begleitung einer sudanesischen Ärztin gekommen, welche eindrücklich von der schwierigen (Bildungs)situation  in ihrem Land berichtete. Moderatorin Kathrin Schmid vom NDR schloss die Veranstaltung mit den Worten: „Das Europäische Jahr 2015 ist fast vorbei, doch die Arbeit fängt gerade erst an!“.



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