Der Balkan in Europa

Junge Multiplikatoren diskutieren die europäischen Perspektiven für den Westlichen Balkan, 23.-25. November 2005, Berlin

 

Zum aktuellen Thema  „Der Balkan in Europa“ reisten 20 junge engagierte Südosteuropäer aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Serbien und Montenegro in dieser Woche nach Berlin. Im Gepäck tragen Sie ihre Argumente, Hoffnungen und Befürchtungen zu der in Brüssel heiß diskutierten Frage des EU-Beitritts der Balkanländer, die sie mit 20 jungen Deutschen diskutieren wollen. Von 23. bis 25. November 2005 fand in der Vertretung der Europäischen Kommission und im Auswärtigen Amt die Tagung „Der Balkan in Europa“ für junge Multiplikatoren statt.

 

Die jungen Botschafter aus Südosteuropa sind aktiv in Jugendnetzwerken oder arbeiten als Berufseinsteiger in den Vertretungen internationaler Organisationen und Projekte vor Ort. „Verkraftet die Europäische Union eine Erweiterung in Südosteuropa?“, „Was wären die Konsequenzen für Frieden und Zusammenleben in Europa, wenn die Südosteuropäer diese Perspektive nicht bekommen?“ – diese Fragen stellten die deutschen Teilnehmer, die bereits EU-Bürger sind. Sie sind ebenfalls Netzwerker des Theodor-Heuss-Kollegs der Robert Bosch Stiftung und der Jungen Europäischen Föderalisten, die in Zukunft in Austauschprojekten mit Südosteuropa aktiv werden wollen.

 

In Gesprächen mit Experten und Praktikern u.a. aus dem EU-Beitrittsreferat des Auswärtigen Amts, von der Stiftung Wissenschaft und Politik, aus serbischen und albanischen Nichtregierungsorganisationen warfen junge Südosteuropäer und Deutsche einen kritischen Blick auf den aktuellen Stand der politischen Debatte und die Szenarien für die Beziehungen der EU mit dem Westlichen Balkan.

 

Elena Vukmanovic aus Serbien freute sich über die Diskussion: „Oft haben junge Leute eine viel unkompliziertere Art sich zu einigen und klare Notwendigkeiten zu sehen, als das unter Politikern und Diplomaten möglich ist. Wir haben einige gute Vorschläge für die Beziehungen der EU mit dem Westlichen Balkan  entwickeln.“ Auch für die Südosteuropäer untereinander, war die Tagung eine Möglichkeit für Begegnungen: Wann diskutieren schon Serben mit Kroaten und Bosniaken oder Albaner mit Mazedoniern?

 

 

 

„In Europa für Europa“

Ein Kooperationsprogramm des Theodor-Heuss-Kollegs der Robert Bosch Stiftung und der Europa-Union Deutschland. Die Fortbildung wurde mit Mitteln der Robert Bosch Stiftung und der Europäischen Kommission/ CIFE gefördert.

 

Karen Hauff, Programmleitung

c/o Mittel- und Osteuropa Kompetenzzentrum, Schillerstr. 57, D-10627 Berlin

Fon: +49-30-31 51 74 84

Fax: +49-30-31 51 74 89

karen.hauff(at)europa-union.de

www.theodor-heuss-kolleg.de