Wirtschaftspolitik in der EU – Europa bleibt Herausforderung und Chance für den Mittelstand
Regionalkonferenz der Reihe "Komm mit nach Europa - Gemeinsam gestalten wir die Zukunft", 15.10.2005, Landau
In seiner Rede zum Thema „Die Brüsseler Bürokratie – Facetten eines Schlagwortes und seine Bedeutung für den Mittelstand“ räumte Rainer Wieland MdEP mit zahlreichen Vorurteilen gegenüber der EU auf und wies darauf hin, dass Bürokratie auch notwendig, ja sogar hilfreich für einen fairen und gleichberechtigten Handel sei. Als positives Beispiel nannte er die Deutsche-Industrie-Norm (DIN) die für viele Länder beispielhaft war und mit ein Garant für den langjährigen Erfolg der Wirtschaft und des Exportes waren. Sicherlich seien viele Bestimmung und Richtlinien der EU zu überdenken und teilweise auch unnötig, allerdings beklagte Wieland auch die „Sucht“ der Medien, eher über das negative, als über das positive an der EU zu berichten. Dies würde auch für Irritationen bei der Bevölkerung führen. Auch die Verantwortung nationaler und regionaler Politiker sei kritisch zu prüfen. Allzu oft würden Erfolge sich selbst und Misserfolge der EU zugeschrieben, obwohl die Realität anders aussähe. Nicht zu vergessen sei auch, dass die Mitgliedsstaaten an allen Entscheidungen beteiligt seien.
Durch die Anwesenheit zahlreicher Multiplikatoren und Vertreter der mittelständischen Wirtschaft hat die Veranstaltung einen wichtigen Beitrag für mehr Verständnis und Zustimmung für Europa geleistet. Nicht zuletzt lag dies daran, dass Missverständnisse und Vorurteile ausgeräumt werden konnten und zusätzlich nachhaltig auf das positive Wirken der EU und die mit ihr verbundenen Chancen für die Wirtschaft und den Mittelstand aber vor allem für die Bürger hingewiesen werden konnte. Eine rege Beteiligung den Diskussionen zeigte, dass nach wie vor ein Interesse an europapolitischen Fragen existiert.