Europa & China: Partner, Rivale oder Systemgegner?

Experten diskutierten Verhältnis der zwei Machtzentren 

Wetzlar. Unter dem Titel „Europa und China – Partner, Rivale oder Systemgegner?“ diskutierten am Samstag, 25. Oktober 2025, Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft in der Alten Aula in Wetzlar über die aktuellen Herausforderungen und Perspektiven der EU-China-Beziehungen. Eingeladen hatten die Europa-Union Hessen, die Europa-Union Lahn-Dill, die Hessische Landeszentrale für politische Bildung sowie das Kulturamt der Stadt Wetzlar.

In der Begrüßung durch Kreisvorsitzenden Sven Ringsdorf (Wetzlar) wurde deutlich, dass das Verhältnis zwischen Europa und China eines der zentralen geopolitischen Themen der kommenden Jahre bleibt: Wirtschaftliche Kooperation, technologische Abhängigkeiten, Menschenrechte und sicherheitspolitische Fragen stehen in einem zunehmend angespannten Verhältnis.

Im anschließenden Podiumsgespräch, moderiert von Ute Wiegand-Fleischhacker, Landesvorsitzende der Europa-Union Hessen, diskutierten:

 

  • Akad. Direktor Dr. Michael Leibold vom Institut für Kulturgeschichte Ost- und Südasiens (Sinologie), Universität Würzburg
     
  • Christian Dölle, Geschäftsführer der Weiss-Unternehmensgruppe in Haiger
     
  • Thomas Mann, ehemaliger Europaabgeordneter und Ehrenvorsitzender der Europa-Union Hessen
     
  • Peter Heidt, Menschenrechtsbeirat im Deutschen Olympischen Sportbund und ehemaliger Bundestagsabgeordneter

     

In den Beiträgen wurde deutlich, dass das Verhältnis zwischen Europa und China kein Entweder-Oder, sondern eine komplexe Gleichzeitigkeit ist:
Kooperationspartner in globalen Fragen, Wettbewerber in Technologie und Märkten, und zugleich politischer Systemrivale in Fragen von Rechtsstaatlichkeit und Freiheitsrechten.

Die anschließende Diskussion mit dem Publikum zeigte großes Interesse an einer informierten, differenzierten Betrachtung jenseits von Schlagworten oder vereinfachenden Schwarz-Weiß-Narrativen.

„Wir brauchen einen klaren Blick, gegenseitiges Verständnis und eine langfristige europäische Strategie – wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich.“, so das gemeinsame Fazit der Veranstaltung.