Europa-Union Deutschland trauert um Franz J. Klein

Völlig unerwartet verstarb am 21. November unser früherer Bundesausschussvorsitzender und derzeitige Vorsitzende unseres Fördervereins Franz J. Klein. „Wir sind tief bestürzt und fassungslos“, sagt EUD-Präsident Rainer Wieland. „Franz-Josef Klein war ein glühender Europäer und eine bedeutende Persönlichkeit in unserem Verband. Mit ihm verlieren wir einen hochgeschätzten Weggefährten und langjährigen engagierten Mitstreiter für ein demokratisches und föderales Europa.“ Klein schloss sich schon zu Studentenzeiten den Jungen Europäischen Föderalisten an und wirkte jahrzehntelang in verantwortlicher Position in der Europa-Union Deutschland.

Franz-Josef Klein (1948-2020)

Von 1973 bis 1975 war Franz J. Klein Bundesvorsitzender der Jungen Europäischen Föderalisten. Später engagierte er sich bei der Europa-Union Hamburg und im Präsidium der Europa-Union Deutschland. Von 2002 bis 2019 war er Vorsitzender des Bundesausschusses der Europa-Union Deutschland. „Franz-Josef Klein war uns ein verlässlicher Partner und Ratgeber in den Gremien der Europa-Union. Ja, Franz Klein war auch ein Parteipolitiker, der, wenn es darauf ankam, hart in der Sache gekämpft hat. In der Europa-Union war ihm aber immer das Verbindende zwischen den proeuropäischen Parteien in Deutschland wichtig. Er wird uns sehr fehlen.“, sagte EUD-Präsident Rainer Wieland. Erst im Juni 2020 wählte ihn die Mitgliederversammlung des Vereins zur Förderung der Europa-Union Deutschland als Vorsitzenden.

Franz-Josef Klein wurde 1948 in Saarbrücken geboren. Er studierte Wirtschafts- und Politikwissenschaften in Saarbrücken und Köln. Seinen beruflichen Weg begann er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP). Von 1980 bis 1984 war er Director of the Economic Committee of the North Atlantic Assembly (NATO-Parlamentarierversammlung). Nach einer Station beim Hanse-Office in Brüssel wurde er 1992 zunächst Stellvertreter, später Sprecher des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg und Leiter der Staatlichen Pressestelle. Ab 1998 arbeitete Franz J. Klein in der Hamburger Behörde für Wirtschaft und Arbeit, zuletzt als Amtsleiter. Von 2006 bis 2015 leitete er schließlich die Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund. Seit 2015 war er Präsident der DEHOGA Hamburg e.V. und wurde erst im November für eine neue Amtszeit wiedergewählt.

 

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