Europa-Union NRW jetzt im WDR-Rundfunkrat vertreten

Das neue WDR-Gesetz, das der nordrhein-westfälische Landtag in seiner Sitzung am 27. Januar 2016 verabschiedet hat, legt ein überzeugendes Gesamtkonzept zur Stärkung des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems und zur Vielfaltsicherung in NRW vor. Wie der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Franz-Josef Lersch-Mense in seiner Stellungnahme betont, sind Transparenz und Partizipation dabei Leitmotive für die zukunftssichere Aufstellung des WDR als größte Landesrundfunkanstalt Deutschlands. Besonders erfreulich ist es da, dass die Europa-Union Nordrhein-Westfalen e.V. im neuen WDR-Gesetz namentlich als eines von 38 weiteren Mitgliedern des Rundfunkrates aufgeführt ist.

Damit ist der Verband berechtigt, als gesellschaftliche Institution eine Vertreterin oder einen Vertreter in den Rundfunkrat zu entsenden. "Wir begrüßen diese Entscheidung ausdrücklich. Als Verband der europäisch orientierten Zivilgesellschaft sind wir die richtige Institution, um im Sinne der Vielfalt auch mit europäischer Perspektive auf Fragestellungen und Themen zu blicken", erläutert Wolfram Kuschke, Staatsminister a.D. und NRW-Landesvorsitzender der Europa-Union. "Andersherum kennen wir aber auch aus unserem täglichen ehrenamtlichen Engagement die Anforderungen, die die Bürgerinnen und Bürger zum Beispiel an eine Europa-Berichterstattung in den Medien stellen." Aufgabe des Rundfunkrates ist es, die Interessen der Allgemeinheit unter Berücksichtigung der Vielfalt der Meinungen der Bürgerinnen und Bürger zu vertreten. Dies kommt zum Beispiel bei Beschlüssen über die Programmrichtlinien und Telemedienangebote, aber auch bei wesentlichen personellen Entscheidungen für öffentlich-rechtliches Fernsehen und den Rundfunk zum Tragen. Die Europa-Union NRW e.V. ist Teil der größten Bürgerinitiative für Europa und setzt sich mit ehrenamtlichem Engagement für die friedliceh Einigung Europas ein.