Die europäische Einigung hat in den letzten Jahren erkennbar an Strahlkraft verloren. Europafeindliche und populistische Parteien gewinnen überall in der Europäischen Union an Zulauf. Besonders deutlich ist dieser Trend in Italien; aber auch in Deutschland hat sich die europapolitische Stimmung verändert. Der im November 2018 neu gewählte Präsident der Union Europäischer Föderalisten Sandro Gozi und Europastaatsminister Michael Roth wollen der Frage nachgehen, welche Rolle die Zivilgesellschaft zur Unterstützung der europäischen Einigung übernehmen kann.
Wie die machtvolle Demonstration der Union Europäischer Föderalisten am 30. März 2017 in Rom anlässlich des 60. Jahrestags der Unterzeichnung des EWG-Vertrags und die Veranstaltungen von „Pulse of Europe“ gezeigt haben, ist die Bereitschaft zur Unterstützung vorhanden. Die Union Europäischer Föderalisten setzt sich bereits seit 1946 für das Ziel der europäischen Einigung ein. Sie ist eine nichtstaatliche politische Organisation mit 21 nationalen Sektionen, darunter die Europa Union Deutschland. Die Europawahl im Mai dieses Jahres bietet erneut die Chance zur Mobilisierung.
Bitte melden Sie sich über das Online-Formular zu der Veranstaltung an. Die Diskussion beginnt um 12.30 Uhr im Europäischen Haus, Unter den Linden 78, 10117 Berlin. Ab 12.00 Uhr wird ein Imbiss gereicht.
PROGRAMM
Begrüßung
Dr. Otto Schmuck, Mitglied des Präsidiums der Europa-Union Deutschland
Richard Kühnel, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Diskussion: „Rolle und Einfluss der Zivilgesellschaft in der Europapolitik in Deutschland und in Italien“
Sandro Gozi, Präsident der Union der Europäischen Föderalisten
Michael Roth MdB, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt
Moderation: Dr. Katrin Böttger, Direktorin, Institut für Europäische Politik
Über die Gesprächspartner:
Sandro Gozi wurde am 24. November 2018 in Wien einstimmig zum Präsidenten der Union Europäischer Föderalisten gewählt und folgte damit Elmar Brok in diesem Amt nach. Bis zum 1. Juni 2018 war Gozi Staatssekretär für europäische Angelegenheiten in der italienischen Regierung, davor u.a. Mitglied des Kabinetts des Präsidenten der Europäischen Kommission Romano Prodi und Mitglied des italienischen Parlaments.
Michael Roth ist seit 2013 Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt. Er wurde 1998 als Direktkandidat in den Bundestag gewählt und war von 2009 bis 2013 europapolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.
+++ Wichtiger Hinweis +++
Während der Veranstaltung werden Fotos gemacht. Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich mit einer Verwendung im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des IEP einverstanden. Für die Einlasskontrolle ist ein Personalausweis oder ein anderes amtliches Ausweispapier nötig.