Altmaier würdigte in seiner Laudatio Juncker als bedeutende Persönlichkeit und überzeugten Europäer. Sein größter Verdienst sei, dass er stets den Mut gehabt habe, den Regierungschefs größerer Mitgliedstaaten auf die Nerven zu gehen und sie an ihre europäische Verantwortung zu erinnern. „Der luxemburgische Premierminister gibt den Bürgern das Gefühl, dass Europa eine zutiefst menschliche Angelegenheit ist“, unterstrich Altmaier in seiner Rede. Die Europa-Union-Medaille in Gold mit Stern wird nur selten in Anerkennung herausragender Verdienste um die Europa-Union Deutschland, die Europäische Föderalistische Bewegung und die Einigung Europas verliehen.
Jean-Claude Juncker hatte während seiner Zeit als Gouverneur der Weltbank von 1989-1995 eine maßgebliche Rolle bei der Gestaltung der Maastrichter Verträge der EU inne. Er ist seit 1995 Premierminister Luxemburgs sowie Gouverneur des Internationalen Währungsfonds. 2004 wurde Juncker zum ersten ständigen Vorsitzenden der Eurogruppe, des informellen Gremiums der Europäischen Union zur Koordinierung der Steuer- und Wirtschaftspolitik der Eurozone, ernannt.