Streit um die Impfstoffstrategie - Generalsekretär Christian Moos über die Schuldzuweisungen an Europa

Die Phase der Pandemie, in der wir uns jetzt befinden, ist zweifelsohne sehr ernst. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass eine Covid19 Erkrankung kein Spaziergang ist.

Die Panik, die Einzelne nun im öffentlichen Raum erfasst, ist aber nicht hilfreich. Es ist leider wieder typisch, dass Europa als Sündenbock für angebliche Versäumnisse bei der Impfstoffbestellung herhalten muss. Ob dort wirklich gravierende Fehlentscheidungen getroffen wurden, ist zumindest fraglich.

Foto: © schluditsch

Fakt ist, dass die Regierungen der Mitgliedstaaten immer mit am Tisch saßen. Bei allen Verhandlungen, allen wichtigen Entscheidungen.

Die Vertretung der EU-Kommission hat uns als Partnerin gebeten, ihre Darstellung zu kommunizieren, was wir gerne tun, weil wir denken, dass diese Gegendarstellung zu dem, was aktuell vielfach publiziert wird, auch Raum haben muss. Sie finden diese hier.

Ich persönlich hoffe und glaube auch, dass bis zum Sommer genug Impfstoff zur Verfügung stehen wird. Schreckensszenarien zu beschwören, hilft nicht weiter.

Für uns alle gilt, und das halten wir in der Europa-Union auch genau so: Wir halten die Verbindung, meiden aber alle physischen Kontakte. Auch dieser lange Winter wird vorübergehen.

 

 

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